Alltag · Kinder

Essen mit Kindern – Das Ende der Kulinarik

„Das Elternhandbuch“ ruft zur Blogparade auf zum Thema „Essen mit Kindern“. Neben Kinderschlaf wohl eines der größten Themen in Familien. Es gibt unzählige Ratgeber. Von Geburt an beschäftigen wir uns mit der Ernährung unserer Kinder und ich bin mir sicher in keiner Familie läuft das immer ganz reibungslos.

Gesund Ernährung ist für mich sehr wichtig! Wir essen vegetarisch, zucker- und salzreduziert, viel frisches Gemüse und Obst (natürlich Bio) und das ein oder andere Superfood darf natürlich auch nicht fehlen. Von Anfang konnten unsere Kinder bei uns mit vom Tisch essen. Der große Bruder hat Brei bevorzugt und wollte von festem Essen lange nichts wissen. Der kleine Wirbelwind hat von Beikostalter an alles gegessen was wir auch essen und davon nur selten etwas verschmäht.

Grundsätzlich bin ich mir sicher, dass ohne Druck und einem reichhaltigen Angebot die Kinder sich schon das holen was sie brauchen.

Realität am Küchentisch

Der große Bruder hat von Beginn an genaue Vorstellungen. Und irgendwie wurde es von Jahr zu Jahr weniger. Waren früher noch Nudelsuppe oder auch mal Gemüse in Ordnung, ist es jetzt wirklich unglaublich wenig.

Der aktuelle Essensplan des Sohnes

Morgens: Müsli oder Honigbrot (ohne Butter) oder pures Brot, am besten aber nur Kruste

Mittags: Blanke Kartoffeln, blanke Nudeln, Pfannkuchen oder Pommes, Pizza aber ohne Belag

Abends: Müsli oder Honigbrot

Rohes Obst und Gemüse: Äpfel, Birne, Banane, Honigmelone, Gurke, Karotte, Brokkoli

Das war’s. Daraus kann ich auswählen. Und das geht nicht erst seit ein paar Monate, sondern seit 3 Jahren. Für mehr ist er nicht bereit. Er hat noch nie Käse oder Soßen gegessen. Wenn er das nicht bekommt, dann isst er lieber nichts. Auch vermeintliche Kinderlieblingsrezepte lassen ihn völlig kalt.

Mit einem mäkeligen Esser umgehen

Ich mache mir viele Sorgen um seinen Nährstoffhaushalt, dass kann ich auch nicht so einfach abstellen. Ich habe viel probiert. Mitkochen lassen, ihn auswählen lassen, gemeinsames einkaufen. Es hat aber alles an der Esssituation nichts geändert, also lasse ich ihn jetzt. Ich möchte nicht, dass das gemeinsame Familienessen für meinen Großen zur Belastung wird. Essen ist Genuß und Kultur und soll immer etwas Schönes sein.

Damit ich dennoch ab und zu etwas „gesundes“ in ihn hinein bekomme, schmuggel ich in Milchshakes und Smoothies die ein oder andere Zutat. So gibt es beispielsweise Bananenshake mit Mandelmus oder Obstsmoothie mit Spinat oder Salat. Das funktioniert bisher noch ganz gut. Ich hoffe es bleibt auch so, denn wenn uns noch etwas wegfällt, dann sitzen wir bald nur noch mit einem Glas Wasser am Tisch.

Wie sieht euer Essensplan aus? Essen eure Kinder alles oder habt ihr auch sehr mäkelige Esser? Habt ihr Tipps und Tricks?

Eure

Lila♥

 

7 Kommentare zu „Essen mit Kindern – Das Ende der Kulinarik

  1. Hallo Lila,
    es beruhigt ungemein zu lesen das es nicht nur bei einem selbst so ist. Mit Tricks kann ich nicht dienen. Aber ich „leide“ mit. Das kennen wir nur zu gut.
    Die Essensauswahl ist hier ähnlich. Pizza geht allerdings auch mit Belag. Ansonsten ist Butterbrot und Obst Hauptnahrungsmittel.
    Beste Grüße

    Gefällt 1 Person

    1. Es ist immer gut, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist. Ich dachte anfangs es ist ein Problem das nur wir haben. Aber nein, es geht ganz vielen so. Da hoffen wir doch darauf, dass Jahr für Jahr vielleicht ein Lebensmittel wieder dazu kommt.
      Liebe Grüße

      Gefällt mir

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