Gesellschaft

Kinder- und Jugendhospiz – Ort der Erholung und des Austauschs

Beruflich habe ich immer wieder mit Kinder- und Jugendhospize zu tun. Unsere Patienten und ihre Familien besuchen diese Einrichtungen zur Erholung, als Ausgleich zum oft sehr schwierigen Alltag und zum Austausch mit anderen Familien. Das Thema „Tod und Sterben“ gehört hier natürlich dazu, aber eben nicht ausschließlich.

 

Für schwerkranke Kinder und deren Familien ist der Alltag oft voller Probleme. Die Sorgen um das eigene Kind, die Organisation des Alltags, finanzielle Schwierigkeiten etc. Erholung bleibt da auf der Strecke. Urlaub ist nur sehr selten möglich. Zum einen liegt das an dem fehlenden Angebot behindertengerechter Häuser, zum anderen bedarf es oft neben einem Pflegedienst auch ärztliche Begleitung. Finanziell ist es für viele Familien auch nicht machbar. In einer solchen Situation kommen nicht nur die Eltern zu kurz, die Geschwister bekommen ebenso zu wenig Aufmerksamkeit. Genau an diesem Punkt kann der Aufenthalt in einem Hospiz genau richtig sein.

Im Kinder- und Jugendhospiz

Aufgenommen werden alle Kinder und Jugendliche mit einer unheilbaren, lebensverkürzenden Erkrankung und zwar ab Diagnosestellung.Für die Familie stehen Appartments bereit.

Die Zimmer sind mit allem medizinisch notwendigen ausgestattet. Darüber hinaus gibt es Musik- und Medienräume, Spielecken, verschiedene Therapieräume und ein Snoezelen-Raum. So findet jeder auch einen Moment der Ruhe für sich.

Die Entlastung der ganzen Familie steht im Mittelpunkt. Um diese ganzheitliche Betreuung und Pflege zu gewährleisten arbeiten im Hospiz Palliativpflegefachkräfte, Sozialpädagogen, Erzieher, Psychologen, Seelsorger, Kinderärzte, Palliativmediziner und geschulte Ehrenamtliche. Verschiedene Therapieangebote und Gesprächsgruppen runden das Angebot ab.

Das Hospiz unterstützt Familien auf ihrem Weg von der Diagnosestellung bis zur Lebensendphase!

Insgesamt können Patienten 4 Wochen im Jahr in einem Hospiz verbringen. In Einzelfällen oder in der Sterbephase auch länger.

Finanzierung nur mit Spenden möglich!

95 Prozent der Kosten für das erkrankte Kind übernehmen die Kranken- und Pflegekassen. Bei den restlichen 5 % handelt es sich um die Kosten für Aufenthalt, Unterbringung und Begleitung der Eltern und der Geschwister. Diese machen in etwa 50 Prozent der Gesamtkosten aus und werden aus Spenden finanziert.

Für die Familien kostet der Aufenthalt nichts!

Helfen als Ehrenamtlicher

Es gibt viele Wege, sich für ein Kinder- und Jugendhospiz  zu engagieren. Als Mitglied im Förderverein kann man sich für die Nachhaltigkeit der Einrichtung einsetzen. Oder man unterstützt die Arbeit mit ehrenamtlichen Engagement.

Ich möchte kein bestimmtes Kinder- und Jugendhospiz empfehlen, denn sie alle sind auf Hilfe angewiesen. Vielleicht ist ja bei euch in der Nähe eins.

Eure,

Lila♥

Ein Kommentar zu „Kinder- und Jugendhospiz – Ort der Erholung und des Austauschs

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