Muttergefühle

Familienbett – Fluch oder Segen?

Als dieser Text entstand, saß ich nachts mal wieder mit dem Baby auf dem Arm total müde auf der Couch. Er ist nach fast zweistündiger Schreiphase eingeschlafen. Ich selbst fühlte mich erschöpft und sehnte mich so sehr nach etwas Schlaf, aber der Kleinste war sehr unruhig und  im Familienbett schliefen die Geschwister.

Ich habe mir zwar bereits im Vorfeld Gedanken gemacht wie es wohl sein wird, wenn das Baby da ist, jedoch habe ich mir es nicht so schwer vorgestellt. Ich frage mich jetzt wie wir allen gerecht werden können. Ich frage mich wie ein jeder von uns zu seinem Recht auf Schlaf kommt!

Schlaf ist wichtig!

Wir alle brauchen unseren Schlaf! Die Nächte sind für unser Eltern mit einem Säugling eh schon oft sehr kurz und wenn dann noch ein älteres Kind krank ist, dann minimiert sich die Schlafenszeit nochmal. Daher ist es umso wichtiger das die wenigen Stunden die wir im Bett verbringen dürfen erholsam sind. Und zwar für uns alle!

Drei Kinder in den Schlaf begleiten

Da wir uns leider nicht dreiteilen können musste eine andere Lösung her. Aktuell sieht es daher so aus, dass der Liebste die beiden Großen fertig macht und ich mich um den Babysohn kümmere. Während ich das Baby stille, schauen die beiden Sandmann. Danach kuscheln wir uns alle in das Elternbett. Der Liebste erzählt eine Geschichte und dann wird geschlafen. Die ersten 2 Wochen mit Baby dauerte es nur wenige Minuten und alle drei Kinder haben geschlafen.

Das Familienbett war für uns die perfekte Lösung stressfrei die Kinder in den Schlaf zu begleiten ohne das einer zu kurz kommt. Doch es hat sich anders entwickelt!

Grenzen des Familienbetts

Aber was ist wenn das Baby schreit und die Kinder sich ständig gegenseitig wecken? Oder ich irgendwann endlich schlafen kann und dann mal wieder ein Fuß im Gesicht habe? Wenn nachts plötzlich eins der Kinder mal wieder fast aus dem Bett fällt und ich intuitiv erwache um es gerade noch zurückzuziehen? Dann überwiegen doch die Nachteile des Familienbetts! Dann haben wir unsere Grenze erreicht!

Es muss also dringend eine andere Lösung her! Der einfachste Weg zu mehr Schlaf wäre wohl, wenn ich mit dem Baby in eines der Kinderzimmer ziehen würde, aber mir sind die Matratzen viel zu weich und ich bekomme davon noch mehr Rückenschmerzen. Eine andere Lösung wäre es die Geschwister auszuquartieren. Wenn jeder in seinem eigenen Bett liegt, dann wäre es doch so viel einfacher!

Aber …

Als ich diesen Text schrieb war ich fest entschlossen ,dass sich etwas ändern muss! Dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Doch dann lag ich mal wieder mit meinen drei Kindern im Bett und der kleine Wirbelwind, schon fast eingeschlafen, rollte sich zu mir rüber, kuschelte sich an mich und gab mir einen Kuss.

Ohne Familienbett hätte es diesen Moment nicht gegeben. Ohne Familienbett hätte ich viel weniger Zeit um mit meinen beiden Großen zu kuscheln! Ohne Familienbett kann ich es mir dann doch nicht vorstellen.

Also wie sieht jetzt meine Lösung aus? Ehrlich gesagt habe ich keine. Ich genieße jetzt einfach und hoffe, dass die abendlichen Schreiphasen bald weniger werden! Denn irgendwann wird es kein Familienbett mehr geben und dann werde ich es sicher sehr vermissen! Und so ist es manchmal nicht einfach, aber doch immer wunderschön!

Eure,

Lila♥

 

Das Familienbett

Ein Kommentar zu „Familienbett – Fluch oder Segen?

  1. Ich bin gerade wach, weil unsere achtjährige ins Bett kam, sich in meine Decke wickelte und ich irgendwie weder Decke noch Platz hatte 😉. Wir haben einen ziemlich großen Abstand zwischen den Kindern, kamen also mit einem Doppelbett aus, weil eigentlich immer nur ein Kind bei uns geschlafen hat. Aber was ich im Bekanntenkreis kennengelernt habe, war z.B. ein Matratzenlager auf dem gesamten Schlafzimmerfußboden. Platz für alle und keiner fiel raus. Oder eine Familie hat sich selbst einen Bettrahmen gezimmert, in den drei 90cm-Matratzen passten.
    Familienbett ist halt anders und braucht manchmal andere Betten 😉. Gute Nächte für Euch!

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