Selbstfürsorge

Mehr Selbstfürsorge im Mamaalltag

Als Mütter sind wir für so vieles zuständig. Wir managen das Familienleben mal mehr mal weniger alleine und kommen oft viel zu kurz. Dabei ist die Mutterrolle schon lange nicht mehr nur eine aufopfernde. Es kommt so langsam auch beim letzten an das wir uns auch um uns selbst kümmern dürfen. Das zu einem guten  Familienleben auch gehört das alle Mitglieder ein Recht auf Zufriedenheit haben. Mit „Bedürfnisorientiert“ sind nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern gemeint.

Am Rande des Wahnsinns

Der Alltag als Mama ist anstrengend und geht oft wirklich an die Substanz. Wir kümmern uns um die Kinder, spielen, trösten, pflegen, tragen, begleiten, hören zu und sind immer da. Nebenbei machen wir die Wäsche – ganz viel Wäsche, putzen, kochen und manche von uns bügeln sogar. Dann gibt es da noch den Garten oder gar einen Job der auch noch gemacht werden will. All das in 24h zu schaffen ist schon sehr sportlich und am Ende des Tages sind wir total erledigt. Wir sind ausgebrannt und müde. Wir haben den Kopf voll mit To-do Listen und genügen uns nie selbst. All das unter einen Hut zu bekommen ist schwierig und kostet uns viel Kraft.

Neben all unseren Aufgaben sind wir aber auch noch eine eigenständige Person. Nicht nur Mutter. Nicht nur Hausfrau. Sondern auch jemand mit Bedürfnissen, Hobbys, Interessen. All das geht im Alltag ein Stück weit verloren. Wir vergessen uns selbst und merken es erst, wenn wir kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Wenn es einfach nicht mehr geht und wir ganz dringend Hilfe brauchen. Doch soweit muss es nicht kommen. Wir müssen uns um uns kümmern! Und zwar nicht nur dann, wenn wir keine Kraft mehr haben, sondern jeden Tag! Damit es erst gar nicht soweit kommt.

„Selbstfürsorge“ ist das Stichwort!

Selbstfürsorge bedeutet in erster Linie, dass man für sich Sorge trägt, dass man Verantwortung für sich selbst übernimmt und sich vor Überlastung schützt. Wie das genau aussieht ist wahrscheinlich für jeden anders. Je nachdem was einem gut tut. Für manche ist es die Joggingrunde am Abend, für andere eine halbe Stunde Zeit zum Lesen. Wichtig ist, dass wir wissen was uns hilft um unsere Batterien wieder aufzuladen. Denn wenn wir uns regelmäßig um uns selbst kümmern, dann haben wir auch wieder mehr Energie für unseren Alltag und davon profitiert nicht nur die Mutter, sondern auch der Rest der Familie. So zu sagen eine Win-Win-Situation!

Für mich bedeutet „Selbstfürsorge“ meinem Körper etwas Gutes zu tun, auch vital, fit und gesund zu fühlen. Mir ist es wichtig jeden Tag etwas für mein Wohlbefinden zu tun. Natürlich gibt es Ausnahemsituationen in denen es nicht möglich ist, aber im normalen Alltagstrubel sollte es doch machbar sein.

Routinen sind die Lösung

Wie soll man das aber im stressigen Mamaalltag unterbringen? Wie soll ich Zeit für mich haben, wenn alle Zeitressourcen schon restlos verbraucht sind?

Selbstfürsorge muss zur Routine werden! Es muss fest im Alltag verankert sein! Vielleicht morgens vor den Kindern aufstehen um in aller Ruhe einen Kaffee zu trinken oder abends ein heißes Bad, wenn alle schon schlafen. Klar ist das leichter gesagt als getan. Morgens würde das beispielsweise bei mir nicht funktionieren, da ich den Babysohn habe. Dennoch habe ich mir vorgenommen Routinen in meinen Alltag zu integrieren, auch wenn es mit drei kleinen Kindern nicht ganz einfach ist. Manches davon klappt schon jetzt ganz gut, anderes muss noch besser integriert werden.

Tägliche Routinen

Routine 1: Ölziehen

Klingt erst einmal ungewohnt und vielleicht auch ein bisschen eklig, aber wenn mam mal damit begonnen hat kann man nicht mehr aufhören. Also worum geht es? Beim Ölziehen nimmt man morgens nach dem Aufstehen etwa ein TL Öl in den Mund und zieht es ca. 10 Minuten hin und her. Danach wird es in den Müll gespuckt. Das Ölziehen ist eine traditionelle ayurvedische Entgiftungsform, welche die Munhygiene erhöht und darüber hinaus auch bei Migräne und andere Erkrankungen helfen soll. Ich selbst fühle mich einfach sehr wohl damit.

Routine 2: Zitronen-Ingwer-Tee

Danach trinke ich einen Zitronen-Ingwer-Tee. Das kurbelt den Stoffwechsel an und ist gut für das Immunsystem!

Routine 3: Spaziergang

Sport darf ich nach dem Kaiserschnitt noch nicht machen. Aber ein langer Spaziergang geht immer. Ich versuche täglich mindestens eine Stunde zu gehen. Das lässt sich super mit dem Baby vereinbaren.

Routine 4: 1h Mamazeit

Eine Stunde am Tag gehört mir. Da mach ich das was mir gut tut.  Lesen, fernsehen, nähen oder am Blog arbeiten. Durch die lange Schreiphase des Babys fängt diese Zeit aktuell erst nach 22:00 Uhr an. Ich hoffe das ändert sich bald wieder.

Wöchentliche Routinen

 Ich liebe es zu baden. Vor allem wenn es draußen kalt und nass ist. Also gehe ich einmal die Woche in die Badewanne. In dieser Zeit hat der Liebste die Kinder. Ich kann das sehr flexibel machen da er Abends immer da ist. Wenn das nicht der Fall ist bin ich für verbindliche Absprachen. So kann sich der Partner darauf einstellen.

Sobald es mir wieder möglich ist möchte ich auch wieder einmal die Woche zum Yoga gehen. Das tut mir gut  ich, komm etwas raus und fühle mich danach einfach super.

Auszeiten im Jahr fest planen

Darüber hinaus plane ich noch weitere Auszeiten. Tage an denen ich etwas für mich mache, mit meinen Freunden oder auch ohne. Das kann ein Frühstück sein, ein Restaurantbesuch oder ein Wellnesstag mit meinen Mädels. Ich vermerke es im Familienkalender und der Liebste weiß das er in dieser Zeit nicht mit mir rechnen kann. Das Selbe steht natürlich auch ihm zu.

Was ist, wenn der Mann nicht mitspielt?

Ich lese immer wieder in Foren von Frauen die Haushalt, Kinder und sämtliche Organisation allein stemmen und die sich keine Auszeiten gönnen können, weil der Mann nicht bereit ist auf die Kinder aufzupassen. Das ist für mich völlig indiskutabel. Auch der Familienalltag ist stressig und jede Frau hat das selbe Recht auf einen Feierabend! Kinder lassen sich eben nicht abstellen und haben auch nachts Bedürfnisse. Umso wichtiger ist, dass die Arbeit fair aufgeteilt ist und das es für beide möglich sein muss Zeit für sich selbst zu haben! Also was ist wenn der Mann nicht mitspielt? Er muss! Es gibt keine Alternative! 

Habt ihr euch heute schon um euch selbst gekümmert? Was tut euch gut? Und wie schafft ihr es in eurem Alltag? Erzählt doch mal!

Eure,

Lila♥

 

4 Kommentare zu „Mehr Selbstfürsorge im Mamaalltag

  1. Oh ja, Selbstfürsorge ist so wichtig. Ich hab das die letzten Jahre völlig ausgeblendet und war jetzt am Ende mehrere Monate unfähig zu arbeiten und war fast 8 Wochen in einer psychosomatischen Klinik. Ich kann nur wirklich jedem raten sich Auszeiten zu nehmen, Dinge abzugeben und nicht immer alles allein schaffen zu wollen.
    Wir haben sehr oft Zeit zu viert und ich habe angefangen, mich da auch manchmal raus zu nehmen. Mein Mann kann auch mal alleine mit den Kindern zu Freunden oder schwimmen gehen. Dann hab ich Zeit für mich und kann wieder Kraft tanken.
    Im Alltag versuche ich, möglichst täglich, etwas Yoga in mein Leben zu integrieren. Das gibt mir auch unglaublich viel.
    Liebe grüße, Melly

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s