Selbstfürsorge · Stillen

Brustentzündung – Notbremse im Alltagsstress

Es hat mich erwischt – schon wieder! Heute Nacht ging es mir plötzlich ganz schlecht. Ich hatte Schmerzen in der rechten Brust, Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Fieber. In meiner Schlaftrunkenheit dachte ich zuerst an eine Grippe, doch als ich heute früh völlig abgeschlagen vor dem Spiegel stand, sah ich es sofort. Meine rechte Brust ist rot, schmerzt und ist sehr berührungsempfindlich.

Ich habe eine Mastitis!

Brustentzündung? Was ist das?

Eine solche Entzündung entsteht entweder durch einen Milchstau oder durch das Eindringen von Bakterien. Meist sind stillende Frauen betroffen. Die Brust ist dabei gerötet, evtl. Geschwollen und schmerzt. Dazu kommen grippeähnliche Symptome.

Ich fühle mich so abgeschlagen und krank und bin kaum in der Lage meinen Alltag zu meistern. Es ist also einerseits gut das Wochenende ist und der Liebste mir alles abnehmen kann. Aber der  Bereitschaftsarzt liegt in 30km Entfernung und in die Klinik möchte ich nur im absoluten Notfall. Also versuche ich die Entzündung erstmal ohne freme Hilfe in den Griff zu bekommen.

Leidet die Seele, leidet der Körper

Für mich ist diese Entzündung in aller erste Linie eine Warnung meines Körpers. Die letzten Wochen waren so hart und ich bin mehrmals über meine Grenzen hinausgegangen. Vor allem der Schlafmangel setzt mir schwer zu und aktuell ist auch kein Ende in Sicht. Aber jetzt muss ich eine finden. Stress wird als wichtiger Grund für eine Brustentzündung gesehen. Ich muss einen Gang runter schalten!

Meine Hebamme hat bereits bei meiner ersten Brustentzündung vor 2,5 Jahren gesagt, dass die Brust die Mutter ins Bett zwingt und ihr somit endlich Ruhe verschafft. Recht hatte sie! Erst jetzt merke ich wie sehr mir alles zusetzt und wie sehr ich schon wieder alles auf einmal machen will! Und das obwohl ich mir eigentlich mehr Zeit für mich verordnet habe.

Gesund werden!

Bevor ich mich aber wieder mehr um mich selbst kümmern kann muss ich erst einmal gesund werden. Ich hoffe, dass ich das mit folgenden Maßnahmen auch ohne Antibiose schaffe:

Bettruhe! Viel Ruhe ist jetzt besonders wichtig. Daher lasse ich den Haushalt liegen und kuschele mich mit dem Baby ins Bett.

Der Babysohn hat die wichtigste Aufgabe! Wir stillen mindestens alle 2h. Ich lege ihn dabei so an, dass sein Kinn Richtung Milchstau zeigt. Die andere Brust aber auch nicht vergessen, sonst haben wir da bald das selbe Problem.

Während dem Stillen halte ich die Brust warm z.B. mit einem Kirsckernkissen und nach dem Stillen kühle ich. Quarkwickel haben sich hier sehr bewehrt. Die Anleitung ,die ich verwende, findet ihr hier. Solltet ihr keinen Quark haben tun es aber auch Kühlpads aus dem Kühlschrank.

Trinken nicht vergessen! Wie bei jeder Erkrankung sollte man viel trinken. Mir hilft besonders Zitrone-Ingwer-Tee!

Wenn gar nichts mehr geht und ich mich sehr schlecht fühle, dann nehme ich auch mal Schmerztabletten.

Falls ich damit keine Besserung erziele gehe ich morgen zum Arzt! Eine Mastitis kann sich schon auch mal ein paar Tage ziehen, daher werde ich auch die nächsten Tage versuchen mir Ruhe zu gönnen. Mit meinen drei Räubern wird das auf jeden Fall eine Herausforderung.

Hattet ihr schon Mal eine Brustentzündung? Was hat euch geholfen?

Eure,

Lila♥

Brustentzündung

8 Kommentare zu „Brustentzündung – Notbremse im Alltagsstress

  1. Liebe Lila,
    Oh je, du Arme. Brutsentzündungen sind so scheiße. Ich hatte das auch schon. Ich schwöre auch auf Quarkwickel. Die ziehen die Entzündung gut raus. Ich drücke dir die Daumen, dass es dir schnell besser geht und du deinen Stress reduzieren kannst.
    Gute Besserung und liebe Grüße,
    Yvonne

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  2. Liebe Lila,
    ich hatte viele Probleme beim Stillen, eine Brustentzündung gehörte aber nicht dazu. Ich stelle es mir aber schmerzhaft und unschön vor und wünsche dir viel Ruhe und schnelle Genesung.
    Kannst du, wenn du krank bist, nicht eine Haushaltshilfe von der KK bezahlt bekommen? Die würde ja zumindest Haushalt und Essen machen übernehmen?!
    Liebe Grüße,
    Gesa

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Gesa,
      Danke für deine Genesungswünsche! Eine Haushaltshilfe ist tatsächlich eine gute Lösung! Ich habe aber Glück, dass mein Mann schon sehr früh aus der Arbeit kommt und gerne Kochen und Haushalt übernimmt. Daher muss ich mich nur um mich und das Baby kümmern.
      Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

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